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14.04.2022

Emissionsrichtlinie: Was auf Tierhalter zukommen könnte

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Die EU-Kommission will die Emissionsrichtlinie verschärfen, die ISN befürchtet das Ende vieler Betriebe.

Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Emissionsrichtlinie für die Industrie deutlich auszuweiten. Das betrifft auch die Landwirtschaft. Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) berichtet, soll die Richtlinie künftig auch schon bei Betrieben mit 150 Großvieheinheiten greifen.

ISN kritisiert Verschärfung der Emissionsrichtlinie

Die enormen Kosten der Emissionsminderungsmaßnahmen seien für normale familiengeführte Betriebe wirtschaftlich schlicht nicht umsetzbar, so die ISN. Außerdem bremse sie den geplanten Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Platz und zum Öffnen der Ställe völlig aus. Der Verband gibt zu bedenken, dass anstatt die bisherigen Genehmigungshürden abzubauen, die vorgesehene Anpassung verschärft würde. Die Verschärfung der Industrieemissionsrichtlinie würde nicht nur Schweinehalter betreffen, sondern auch Geflügelhalter und erstmals große rinderhaltende Betriebe.

 

Verschärfung für Betriebe kaum zu stemmen

Laut ISN sieht der Vorschlag vor, die neuen Vorschriften schrittweise auszudehnen. Demnach soll die Verschärfung etwa 185.000 Betriebe in der gesamten EU betreffen; derzeit sind es 20.000. Die EU-Kommission will durch die Verschärfung die Verschmutzung von Boden, Gewässern und Grundwasser eindämmen sowie die Methan- und Ammoniakemissionen verringern.

Die ISN befürchtet ein Aus vieler Betriebe durch die hohen Kosten für die Umsetzung der Emissionsrichtlinie. Der Verband fordert von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, sich in Brüssel gegen die Verschärfung einzusetzen.

Foto: Schauhi/pixabay.com (Symbolbild)

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